{"id":95,"date":"2017-09-21T20:03:15","date_gmt":"2017-09-21T18:03:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rhein-rausch-randale.info\/RheinRausch\/?p=95"},"modified":"2017-09-21T22:30:45","modified_gmt":"2017-09-21T20:30:45","slug":"wenn-man-sich-mit-dem-teufel-einlaesst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rhein-rausch-randale.info\/RheinRausch\/wenn-man-sich-mit-dem-teufel-einlaesst\/","title":{"rendered":"Wenn man sich mit dem Teufel einl\u00e4sst&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundestagswahl steht vor der T\u00fcr und damit der gro\u00dfe Schaulauf der Verwalter dieser Republik. Wie vor jeder Wahl wird versucht dem Wahlvolk Sand in die Augen zu streuen und die eigenen Tr\u00f6ge f\u00fcr eine weitere Legislaturperiode zu sichern. Das Wahlvolk benimmt sich wie immer, frustriert von der eigenen Situation wird viel geschimpft und die da oben werden verflucht. Unterm Strich wird aber trotzdem wieder den L\u00fcgen von der geplanten, jetzt nat\u00fcrlich unmittelbar bevorstehenden Ver\u00e4nderung geglaubt und das Kreuz im Raster der gewohnten Parteien platziert.<\/p>\n<p>Wer das Treiben mit offenen Augen betrachtet, kommt nicht umhin festzustellen, dass der Begriff Demokratie nur ein Name ist f\u00fcr den Mantel, der um ein ekelhaft verlogenes Treiben geh\u00fcllt wird. Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Wahlen in dieser Republik korrekt ablaufen, bleibt der Rahmen, der dem W\u00e4hler bleibt, darauf begrenzt festzulegen wer die Tr\u00f6ge leert, die der Steuerzahler flei\u00dfig aufgef\u00fcllt hat. Die alte Weisheit, dass Wahlen l\u00e4ngst verboten w\u00e4ren, wenn sie etwas \u00e4ndern w\u00fcrden, dr\u00e4ngt sich unmittelbar auf. Sie geh\u00f6rt quasi zum Standardrepertoire jeder Widerstandsbewegung, die die Verh\u00e4ltnisse kritisch reflektiert und sich selbst ernst nimmt.<\/p>\n<p>Sich daraus ergebende Schl\u00fcsse werden von der nationalen Opposition allerdings nicht konsequent umgesetzt und daf\u00fcr gibt es verschiedene Gr\u00fcnde. Der wohl traurigste, aber auch wesentlichste Grund ist dabei die Planlosigkeit. In Ermangelung eigener Konzepte f\u00fcr den Umgang mit diesem Problem wird auf das Muster zugegriffen, dass man uns allen von klein auf vorgesetzt hat\u2026<\/p>\n<p>Wenn man keine Vorstellung davon hat, wie man die hier herrschende Misere angehen sollte, landet man also entweder in der Lethargie, weil man nicht wei\u00df, wo man ansetzen soll und tut nichts au\u00dfer \u00fcber die &#8222;da oben&#8220; zu fluchen, oder der Adaptierung des antrainierten Verhaltens &#8222;politische Ver\u00e4nderung l\u00e4uft \u00fcber Parteien und den Stimmzettel&#8220;. Im Grunde ist das das Muster, was man am h\u00e4ufigsten vorfindet.<\/p>\n<p>Wenn es nicht so traurig w\u00e4re, k\u00f6nnte man fast \u00fcber die Gr\u00fcnde lachen, die dabei als Legitimation f\u00fcr das Handeln im Raster dieser Republik herangezogen werden. Die ehrliche Antwort w\u00e4re &#8222;Ich habe einfach keine Idee, also tue ich was alle tun und hoffe, dass es doch irgendwas bringt.&#8220;, aber so ehrlich ist man dann in der Regel nicht. Vielleicht nicht einmal zu sich selbst&#8230;<\/p>\n<p>Kreativere K\u00f6pfe haben sich f\u00fcr die Legitimation ihres Handelns einen m\u00e4chtigen Beistand gesucht, schlie\u00dflich hat der F\u00fchrer nach 1923 auch stets darauf gepocht, dass man sich legal verhalten solle und nat\u00fcrlich an Wahlen teilnehmen muss. Gute und richtige These, sowohl inhaltlich als auch argumentativ, denn wer widerspricht schon gern dem F\u00fchrer. Was f\u00fcr die damalige Zeit stimmt, ist aber leider nicht so einfach eins zu eins auf die heutige Zeit zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Die BRD ist nicht Weimar und der F\u00fchrer h\u00e4tte &#8211; so viel muss man ihm zumindest unterstellen, sofern man ihm die politische Weitsicht zugesteht, die letztlich zur Machtergreifung des historischen Nationalsozialismus gef\u00fchrt hat &#8211; 2017 wohl kaum mit der simplen Kopie einer mehr als 80 Jahre alten Schlussfolgerung, die dazu noch auf eine ganz andere gesellschaftliche Ausrichtung und einen anderen Machtapparat als Gegner abzielte, geantwortet. Wenn man also heutzutage zu einer vern\u00fcnftigen Antwort kommen will und den F\u00fchrer schon als Argumentationshilfe dabei bem\u00fchen will, kann man sich h\u00f6chstens fragen, was AH heute wohl getan h\u00e4tte und nicht was vor 80 Jahren taktische Vorgabe war. Das passiert in der Regel aber nicht. Die Folge ist also auch hier ein Arbeiten im politischen Hamsterrad.<\/p>\n<p>Andere Aktivisten, die nicht in der Lethargie versinken und sich zumindest ihren Anspruch erhalten wollen, dass sie verstanden haben, dass reine Mitarbeit im Rahmen des gesellschaftlich antrainierten politischen Verst\u00e4ndnisses nicht ausreicht, verlieren sich bisweilen in Illusionen von Aufst\u00e4nden, Revolten und revolution\u00e4ren Erhebungen. Allerdings bleibt es dabei in der Regel auch bei reinen Fantasien. Realistische Beschreibungen der Szenarien wie und wann es zu so einer Erhebung kommen sollte und woher das notwendige Wissen daf\u00fcr stammen soll bleiben aus oder sind fern jeder Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Es ist nicht so, dass ich bei der momentanen Entwicklung des Systems Aufst\u00e4nde und andere Unruheherde als Szenario in den n\u00e4chsten Jahren ausschlie\u00dfen wollen w\u00fcrde, aber das liegt alles nicht in unserer Hand. Die Unruheherde schafft sich dieses System allein. Militanten Widerstand gegen diese Republik halte ich aus verschiedenen Gr\u00fcnden im Moment f\u00fcr falsch. Er ist nicht umsetzbar und w\u00e4re dazu generell auch nicht zielf\u00fchrend, schlie\u00dflich geht es um die Herzen der Menschen, die unser Volk ausmachen. Diese Menschen muss man gewinnen und nicht in ein Szenario versetzen in dem sie uns f\u00fcrchten. Aber das soll jetzt gar nicht das Thema sein. Vielleicht ist eine Art &#8222;Militanzdebatte&#8220; irgendwann mal ein Thema, dem man sich widmen muss. Solange das nationale Spektrum schon mit der Entwicklung grunds\u00e4tzlicher Arbeitsstrategien im legalen Rahmen \u00fcberfordert ist, braucht man solche Gedankenspiele gar nicht anfangen. Sie sind in Anbetracht des vorliegenden Zustands der nationalen Opposition einfach nur gef\u00e4hrlich und bieten eine Steilvorlage f\u00fcr staatliche Ermittlungen.<\/p>\n<p>Wer sich das Stimmungsbild, das nationale Aktivisten zur Bundestagswahl \u00fcber die diversen sozialen Medien abgeben, einmal ansieht, wird feststellen, dass im Vorlauf der Bundestagswahl alles gewohnt planlos abl\u00e4uft. Einige wenige stechen heraus, die zumindest die Arbeitsf\u00e4higkeit ihrer Strukturen erhalten und\/oder ausbauen wollen ohne sich dabei in utopischen Zielen zu verlieren. Davon abgesehen steht der Gro\u00dfteil der Aktivisten planlos da und reiht sich in eine Art &#8222;Merkel muss weg!&#8220; Kanon ein. Nat\u00fcrlich ist Merkel ohne Frage zu einer Symbolfigur f\u00fcr viele Fehlentwicklungen der herrschenden Politik geworden, allerdings ist sie auch nur ein Maske der Politik, die dieses System pr\u00e4gt. Eine Abwahl von Angela Merkel \u00e4ndert h\u00f6chstens die Marionette. Die richtungsweisenden Strippenzieher bleiben die gleichen und damit auch das, was unterm Strich herauskommt.<\/p>\n<p>Das m\u00fcsste eigentlich jedem klar sein, der vom System nicht nur als Fehler spricht, weil es zum Szene-Duktus geh\u00f6rt. Wie man trotz der Einsicht, dass das System der Fehler ist, zu solch kurz gegriffenen Forderungen wie &#8222;Merkel muss weg!&#8220; kommt, bleibt mir ein R\u00e4tsel. Die These, dass man mit dieser Parole dem Durchschnittsbundesb\u00fcrger den Zugang zu &#8222;unseren&#8220; Positionen erleichtern kann, kann nur da Bestand haben, wo es auch \u00dcberschneidungen ins b\u00fcrgerliche Spektrum gibt &#8211; und mal ehrlich, welcher Aktivist verf\u00fcgt schon ernsthaft \u00fcber solche \u00dcberschneidungen in sozialen Netzwerken. Im normalen Leben mag es solche \u00dcberschneidungen geben, aber wo es den Zugang gibt, w\u00fcrde man sich selbst und vor allem unserer Bewegung einen gr\u00f6\u00dferen Gefallen tun, wenn man den Leuten unsere Positionen ehrlich und klar vermitteln w\u00fcrde statt sie durch halbgaren Unsinn auf eine lange Reise durch die Durchlauferhitzer des rechtskonservativen Politikspektrums zu schicken.<\/p>\n<p>Diese ganze &#8222;Merkel muss weg!&#8220; Rhetorik hat f\u00fcr uns keinen Wert, sondern n\u00e4hrt die falsche Hoffnungen, dass mit dem Wechsel der Regierung auch automatisch alles besser werden muss. Das ist aber einfach blanker Unsinn.<br \/>\nSolange nicht die alten Seilschaften sauber abgeschnitten werden und Platz f\u00fcr einen Neuanfang gemacht worden ist, bleibt es unterm Strich wie es ist, lediglich die Gesichter der Symbolfiguren des Systems, das unser Volk auspl\u00fcndert, \u00e4ndern sich. Ich halte es f\u00fcr einen gro\u00dfen Fehler, wenn wir anfangen die Ehrlichkeit unserer Forderungen zu beschmutzen, indem wir deutschen Menschen irgendwelche \u00c4nderungen versprechen, wenn sie daf\u00fcr nur flei\u00dfig genug gegen Symptome k\u00e4mpfen w\u00fcrden. Das ist das falsche Signal!<\/p>\n<p><strong>Woher kommt die Perspektivlosigkeit eigentlich?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Teil des Problem ist, dass die deutsche Rechte seit Kriegsende eigentlich Illusionen nachl\u00e4uft und bei jeder Wahl irgendein &#8222;namenhafter&#8220; Funktion\u00e4r von einer Durchbruchsschlacht oder gar Entscheidungsschlacht fantasiert. Mit dieser oder jener Wahl wird alles anders. Dieses Mal klappt es. Solche S\u00e4tze h\u00f6re ich eigentlich solange ich im nationalen Spektrum unterwegs bin. Umso gem\u00e4\u00dfigter die Gruppen sind, umso lauter das Geklapper mit so einem Unterton. Ich denke, dass das schon immer so war. Auf jeden Fall ist es so, dass deutlich dienst\u00e4ltere Aktivisten mir stets beipflichten, dass auch sie keine Wahl ohne ein solches Versprechen erlebt h\u00e4tten. Die Entscheidungsschlachten sind unterm Strich dann aber alle verloren worden und \u00fcberraschenderweise leben wir und der Widerstand trotzdem noch. Zumindest bei den letztgenannten Punkten besteht wohl Einigkeit. Durch diese Aneinanderreihung von Misserfolgen trotz maximaler eigener Anstrengungen, sind viele Aktivisten \u2013 wenn sie nicht einfach resignieren &#8211; auf der st\u00e4ndigen Suche nach neuen Heilsbringern, die endlich diesen Kreislauf durchbrechen. Man m\u00f6chte offensichtlich auch endlich mal das Gef\u00fchl haben, dass man die Ernte einfahren kann. Der aktuelle Heilsbringer, die neue &#8222;Vergeltungswaffe&#8220; (quasi V2017), soll nach Meinung vieler die &#8222;Alternative f\u00fcr Deutschland&#8220; (AFD) sein. Aber wie kurz gegriffen diese Hoffnung ist, wird auch ohne Kristallkugel abseits aller Hochrechnungen klar, wenn man sich nur mal grob mit dem Grundmuster bundesrepublikanischer Parteipolitik in den letzten 50 Jahren auseinandersetzt.<\/p>\n<p><strong>Exkurs: Vom demokratischen Spektrum der BRD<\/strong><\/p>\n<p>Ohne dabei jetzt auf die Zeit einzugehen in der die Parteienlandschaft aufgrund der Besatzungszonen weniger einheitlich war, kristallisierten sich im Laufe der Phase in der die Bundesrepublik organisatorisch zu ihrer Form gefunden hat erst einmal vier Parteien heraus &#8211; CDU\/CSU, SPD und FDP. Spricht man \u00fcber diese Zeit von Anfang der 60er bis Anfang der 80er Jahre st\u00f6\u00dft man oft auf den Begriff des Dreiparteien-Systems. Drei Parteien, weil CDU und CSU auf Bundesebene bekannterweise nicht gegeneinander antreten, sondern sich erg\u00e4nzen. Allen genannten Parteien ist gemein, dass sie zumindest seit den 60er Jahren als Parteien der Mitte angesehen werden. Der \u00e4u\u00dfere linke Rand &#8211; sofern man die Begriffe rechts und links f\u00fcr die politische Verortung verwenden mag -, der in den letzten Jahrzehnten ohnehin immer st\u00e4rker pr\u00e4sent war, weil die sogenannte Mitte sich mit der Zeit immer weiter nach links verschoben hat, wird heute abgedeckt von den Gr\u00fcnen und der Linken &#8211; zwei weiteren Parteien, die heute im Bundestag vertreten sind. Auff\u00e4llig ist, dass es in diesem System also mehrere Parteien gibt, die geschaffen und etabliert wurden, um linke Interessen wahrzunehmen, das rechte Spektrum aber im Grunde kein Werkzeug \u2013 denn Parteien sind nichts anderes als Werkzeuge &#8211; in den Parlamenten etablieren konnte. Das rechte Spektrum &#8211; und das fasse ich dabei mal deutlich gro\u00dfz\u00fcgiger als ich es gew\u00f6hnlich tue, weil ich hierbei auch konservative Positionen miteinbeziehe &#8211; ist also stark unterrepr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Wie es dazu kommen konnte, wirkt erst einmal mysteri\u00f6s. Gibt es nicht gen\u00fcgend Menschen, die man gro\u00dfz\u00fcgig unter dem Oberbegriff &#8222;Rechts&#8220; zusammenfassen k\u00f6nnte, um gesellschaftlich wahrnehmbar als Partei aufzufallen? Doch gibt es. Es muss also an anderer Stelle kranken. Die erste These, die dazu gern in den Raum gestellt wird, ist, dass die deutsche Rechte zu zersplittert ist, um sich irgendwie wahrnehmbar zu sammeln.<br \/>\nDass die nationale Opposition zersplittert ist, stimmt soweit nat\u00fcrlich. Der nationale Widerstand, der dabei nicht Bewegung sondern einfach nur &#8222;Szene&#8220; ist, ist balkanisiert und l\u00e4hmt sich seit Jahren selbst. L\u00e4hmt sich selbst, nicht weil man sich untereinander bek\u00e4mpft, sondern weil man st\u00e4ndig nach der gro\u00dfen Einigkeit lechzt und dabei irrlichternden Gestalten nachl\u00e4uft statt ein brauchbares Fundament zu schaffen, das auch nach einem Sturm noch Bestand hat. Diese irrlichternden Gestalten \u00fcberspielen zumindest in ihrer Rhetorik die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Uneinigkeit in dem sie stets von einem kleinsten gemeinsamen Nenner predigen ohne diesen jemals zu benennen. W\u00fcrden sie ihn benennen, w\u00e4re die Illusion der proklamierten Einigkeit n\u00e4mlich ganz schnell zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Neben der Zersplitterung, die sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs durch den immer st\u00e4rker hervortretenden Mangel fester Grunds\u00e4tze und der damit verbundenen F\u00fchrungslosigkeit ihren Raum geschaffen hat, ist haupts\u00e4chlich der Rahmen, den diese Republik bietet, verantwortlich. Das b\u00fcrgerlich gepr\u00e4gte rechtskonservative Spektrum ist nun einmal nicht bekannt daf\u00fcr Revolutionen zu starten, wenn die Probleme es nicht bis auf den sauber gem\u00e4hten Rasen ihres Reihenhausvorgartens schaffen. Das war \u00fcber Jahrzehnte in dieser Republik so gegeben. Es ist einfach eine Krankheit des B\u00fcrgertums generell.<\/p>\n<p>Die L\u00fcge der Selbstverwirklichung durch vollst\u00e4ndige Individualisierung im Kapitalismus ist ein Gedanke, dem dummerweise auch die gutherzigen Leistungstr\u00e4ger eines Volkes verfallen k\u00f6nnen, denn f\u00fcr sie funktioniert das Leben erst einmal in jedem System, weil Flei\u00df und Produktivit\u00e4t immer ein Auskommen sichern. Dummerweise macht Wohlstand oft auch blind f\u00fcr die Probleme, die nicht direkt ins Sichtfeld geraten und den einzelnen nicht unmittelbar betreffen. Wer sich einmal in dieser L\u00fcge eingerichtet hat, sucht sich, geleitet vom b\u00fcrgerlichen Selbstverst\u00e4ndnis, eine Partei aus, die zumindest vorgibt die eigenen Interessen zu vertreten. Der bei der Wahl wohl einschneidendste Punkt des durchschnittlichen b\u00fcrgerlichen W\u00e4hlers d\u00fcrfte das Verlangen sein den erarbeiteten Wohlstand zu sichern.<\/p>\n<p>Eine Partei, die oberfl\u00e4chlich betrachtet bisher den Rahmen f\u00fcr die Entwicklung des eigenen Wohlstands geschaffen hat, scheint dabei immer eine sichere Bank f\u00fcr das b\u00fcrgerliche Milieu zu sein. Der Denkfehler dabei ist allerdings, dass der Wohlstand nicht wegen der Politik dieser Parteien erreicht wurde, sondern eher trotz ihrer Politik. Die Quelle des bis heute in weiten Teilen der Bev\u00f6lkerung noch vorherrschenden Wohlstands liegt im Wesen unseres Volks selbst. Flei\u00df und Disziplin entfalten auch unter widrigen Umst\u00e4nden enorme Kr\u00e4fte. W\u00e4re das anders und der Ursprung des Wohlstands in der Politik zu suchen, w\u00e4re die L\u00f6sung f\u00fcr die wirtschaftlich Probleme weniger erfolgreicher V\u00f6lker einfach der Export unserer Politikerriege in diese Regionen. Wer einmal in einem dieser L\u00e4nder war und kurz dar\u00fcber nachdenkt, merkt schnell, dass damit keinem unterprivilegierten Volk der Welt geholfen w\u00e4re&#8230;<\/p>\n<p>Das b\u00fcrgerliche Lager ist, zumindest was die Legitimation des Systems und der Regierung angeht, also ein Eckpfeiler dieser Republik.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren ist durch den sp\u00fcrbaren Linksruck der vorangegangenen Jahrzehnte ein Ungleichgewicht entstanden. Gro\u00dfe Teile des b\u00fcrgerlichen Lagers finden immer weniger Ankn\u00fcpfungspunkte an die quasi traditionell gew\u00e4hlt und unterst\u00fctzten &#8222;Volksparteien&#8220; (ein wirklich gruseliges Wort, wenn man sich die gegen den Erhalt des eigenen Volkes gerichtete Politik dieser Parteien dabei vor Augen f\u00fchrt). Eine logische Entwicklung, die aber auch bei den intelligenteren Strategen in den Machtpositionen dieser Republik nicht unbemerkt geblieben ist. Bereits unter Franz Josef Strau\u00df, dem wohl einschneidendsten CSU Vorsitzenden \u00fcberhaupt, gab es in den 1970ern und fr\u00fchen 1980ern lang und intensiv gef\u00fchrte Diskussionen \u00fcber die bundesweite Etablierung einer vierten Partei. Strau\u00df Idee dabei war, die CSU als eine konservativere Version der CDU, die sich damals bereits immer weiter auf eigentlich linke Positionen zu bewegte, aufzustellen. Strau\u00df sagt man nach, dass er in erster Linie ein Machtmensch gewesen sei.<\/p>\n<p>Ihm zu unterstellen, dass seine Beweggr\u00fcnde bei der Idee der vierten Partei weniger weltanschaulicher Natur waren, sondern der dauerhaften Festigung des Einflusses seines Machtapparates dienen sollten, ist daher keine Polemik, sondern durchaus von Fakten untermauert. Er hatte verstanden, dass es einen bundesweiten Bedarf f\u00fcr eine Partei gibt, die vorgibt das Lebensgef\u00fchl von konservativ denkenden Menschen erhalten zu wollen. Ihm war klar, dass Menschen, die sich gar nicht mehr in den Standpunkten der gew\u00e4hlten Vertreter wiederfinden k\u00f6nnen, anfangen nach Alternativen zu suchen. Erstmal nat\u00fcrlich nach Alternativen in Form einer als w\u00e4hlbar empfundenen Partei. Wenn man dabei nicht f\u00fcndig wird, kann es aber auch passieren, dass das ganze System in Frage gestellt wird. Diese Gefahr, dass es schnell passieren kann, dass sich eine Konkurrenzpartei rechts von CDU\/CSU bilden kann, hatte er kurz vor Beginn der Diskussion um die vierte Partei deutlich vor Augen gef\u00fchrt bekommen, schlie\u00dflich hatte die NPD 1969 den Einzug in den Bundestag nur recht knapp verpasst. Eine weitere Partei, die dazu noch Teile des eigenen W\u00e4hlerstamms abzugraben versucht, galt es zu bek\u00e4mpfen, schlie\u00dflich galt es die eigenen Pfr\u00fcnde zu besch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Wenn Menschen \u00fcber Alternativen nachdenken, m\u00fcssen die Gedanken nicht zwingend im demokratischen Spektrum &#8211; zu dem die NPD damals noch zweifelos geh\u00f6rte &#8211; enden. Solche Gedanken sind heutzutage vielleicht ein Schritt, der vielen Menschen vollkommen abwegig vorkommen mag, weil man sich so an den Sermon vom Segen der Demokratie und dem freiesten Staat, der je auf deutschem Boden existiert hat, gew\u00f6hnt hat. Trotzdem ist es ein gedanklicher Schritt, der f\u00fcr weitsichtige Menschen als ein gangbarer Weg nicht abwegig erscheinen muss.<\/p>\n<p>Strau\u00df war Jahrgang 1915. Er hatte also durchaus eine Vorstellung davon, dass politische Systeme nicht f\u00fcr die Ewigkeit G\u00fcltigkeit haben m\u00fcssen, schlie\u00dflich hatte er schon zwei Systeme kommen und gehen sehen. Ein Ende des bundesrepublikanischen Systems, ein Ausbruch aus dem herrschenden demokratischen Rahmen, w\u00fcrde das Ende seines Machtapparats bedeuten und war daher f\u00fcr ihn &#8211; und ist bis heute generell f\u00fcr jeden Verwalter dieser Republik &#8211; ein absoluter Albtraum.<\/p>\n<p>Die Idee der vierten Partei wurde noch vor Strau\u00df in den fr\u00fchen 1980ern beerdigt. Beerdigt, nicht weil es keine Leute gab, die seinen Ideen h\u00e4tten folgen wollen, sondern aus ganz profanen Gr\u00fcnden.<br \/>\nEine bundesweite Ausdehnung der CSU h\u00e4tte die CDU durch die nun verf\u00fcgbare neue Konkurrenz aus dem eigenen Haus bundesweit Stimmen gekostet &#8211; genauso wie nat\u00fcrlich umgekehrt die CSU in Bayern anteilig verloren h\u00e4tte. Wenn es um Machtverlust geht, um den Verlust eigener Pfr\u00fcnde, ist Weitsicht f\u00fcr Politiker offensichtlich kein ausreichendes Argument. Es \u00fcberrascht wenig, wenn man sich die offensichtlichen langfristigen Konsequenzen der herrschenden Politik f\u00fcr unser Volk ansieht, dass es dem durchschnittlichen Politiker ziemlich egal sein muss wie es nach ihm weitergeht, solange f\u00fcr ihn die Rechnung zu Lebzeiten gestimmt hat.<\/p>\n<p>Warum ich in einem Artikel Episoden aus der Geschichte etablierter Parteien streife? Weil diese Diskussion und die dahinterstehende Idee, n\u00e4mlich Menschen im &#8222;demokratischen Spektrum&#8220; zu halten, Menschen weiter im Moloch dieses Systems gefangen zu halten, bis heute aktuell ist f\u00fcr die M\u00e4chtigen dieser Republik.<br \/>\nDie AFD ist keine einzigartige Chance in der Geschichte unseres Volkes, sie ist ihrem Wesen nach eine tief in dieser Republik verankerte neue Hure des System. Sie will kein neues Deutschland, sondern zur\u00fcck zu den Zust\u00e4nden als die BRD noch nicht ganz so weit nach links gekippt war und im Vergleich zu heute wie ein besserer Ort wirkt. Das ist die Positionierung der AFD, nicht meine Deutung davon&#8230;<\/p>\n<p>Dass eine bessere Bundesrepublik nicht unser Ziel sein kann, ist hoffentlich auch 2017 noch jedem Aktivisten klar.<\/p>\n<p>Davon ab, die AFD ist nicht die erste Seifenblase, die in dieser Republik f\u00fcr das rechtskonservative Wahlvolk aufsteigt. Es mag f\u00fcr viele Aktivisten ja nicht mehr gedanklich so pr\u00e4sent sein &#8211; warum sollte man auch aus der eigenen Geschichte lernen? &#8211; aber Ende der 1980er und Anfang der 1990er waren die Republikaner nicht der mickrige Haufen, den sie heute darstellen. Wer das nicht mehr auf dem Schirm hat, die Republikaner waren 1989 mit 7% ins Europaparlament eingezogen, sa\u00dfen mit 7.5% in Abgeordnetenhaus von Berlin und von 1992 bis 2001 im Landtag von Baden W\u00fcrttemberg. Die Republikaner hatten etwa den gleichen Tonfall wie ihn heute die AFD an den Tag legt. Wie die AFD heute waren die Republikaner ein Sammelbecken entt\u00e4uschter B\u00fcrgers\u00f6hne. Wie die AFD heute wurden die Republikaner damals auch von vielen Kameraden, die sich eigentlich nicht dem b\u00fcrgerlichen Spektrum zugeh\u00f6rig f\u00fchlten, hochgejubelt und als Chance gesehen.<\/p>\n<p>Wie falsch man damals schon einmal lag, liegt heute klar auf der Hand. Wer heute noch versucht seine damalige Begeisterung f\u00fcr die Republikaner zu erkl\u00e4ren, findet keine sachliche Begr\u00fcndung mehr daf\u00fcr. Richtung und Aussagen von Partei und Funktion\u00e4ren war durch und durch b\u00fcrgerlich und einfach nicht vereinbar mit einem Bruch mit dem herrschenden System.<\/p>\n<p>Wer in Anbetracht dieser Fakten noch immer nicht einsehen will, dass der vermeintliche Hoffnungstr\u00e4ger eine Illusion ist, hat im Grunde nur noch ein Argument: &#8222;Aber Sven, die Zeiten haben sich ver\u00e4ndert. Die Zust\u00e4nde sind viel schlimmer!&#8220; Und das stimmt auch. Das W\u00e4hlerpotential, das nach einer Alternative sucht, ist mit der Versch\u00e4rfung der vorherrschenden Probleme gewachsen. Das ist &#8211; so paradox es auch klingen mag &#8211; nat\u00fcrlich eine gute Entwicklung f\u00fcr jeden, der noch an eine Zukunft f\u00fcr unser Volk glaubt, also auch eine gute Entwicklung f\u00fcr uns, denn jeder, der gedanklich aus dem Rahmen des Systems ausbricht und wirklich etwas \u00e4ndern m\u00f6chte, ist einer mehr, der sich auf den Weg in unsere Richtung gemacht hat. Unter diesem Gesichtspunkt ist die AFD also auch f\u00fcr uns eine durchaus n\u00fctzliche Partei, weil sie ein Zwischenschritt ist f\u00fcr Menschen, die aus ihrem gedanklichen Gef\u00e4ngnis ausgebrochen sind, und sich auf die Suche nach einem neuen Weg begeben haben. Das ist der Nutzen der Seifenblase AFD f\u00fcr uns als Freiheitsk\u00e4mpfer und Systemgegner.<\/p>\n<p><strong>Also doch alles gut und auf dem richtigen Weg?<\/strong><\/p>\n<p>Leider ist es nicht ganz so einfach. Jemand, der sich auf die Suche nach neuen Wegen begibt, kann auch an ganz anderen Ufern landen, als es f\u00fcr unser Volk w\u00fcnschenswert w\u00e4re. Welches Ziel sie am Ende f\u00fcr sich finden wird stark von den Erfahrungen auf dem Weg zusammenh\u00e4ngen. Jemand, der sich gedanklich gerade erst auf den Weg zu neuen Ufern gemacht hat, freut sich nat\u00fcrlich \u00fcber jeden Impuls, der einfach und erfolgversprechend wirkt. Wir d\u00fcrfen uns dabei nichts vormachen, Menschen befassen sich nicht mit Politik, weil sie nichts anderes im Leben zu tun h\u00e4tten, sondern weil sie Probleme sehen, die ihren Alltag, ihre Komfortzone bedrohen und daf\u00fcr L\u00f6sungen wollen. Alles, was dabei erst einmal erfolgversprechend klingt, wird daher gern angenommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den b\u00fcrgerlichen Mob, der sich der &#8222;Merkel muss weg!&#8220; Welle angeschlossen hat, m\u00fcssen sich die Aussagen der AFD wie eine Offenbarung anh\u00f6ren, streifen sie im Kern doch die Symptome der Krankheiten an denen die heutige Gesellschaft leidet und die auch das eigene Wohl zu bedrohen scheinen. Propagandistisch betrachtet macht die AFD also alles richtig. Sie stoppt damit allerdings auch jeden weiterf\u00fchrenden Gedanken, der von dem Kampf gegen Symptome wegf\u00fchren und den Fokus auf den eigentlichen Herd der Krankheit lenken k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die momentan vorherrschende Welle der Emp\u00f6rung wird die Probleme nicht hinweg sp\u00fclen, sondern einfach dahinsiechen und die Probleme konservieren. Ich halte die Ern\u00fcchterung, die sich mit dem Einzug der AFD in den Bundestag nach kurzer Zeit einstellen wird, f\u00fcr absolut destruktiv. Die Erfahrung, dass die Leute, die aus dem Blickwinkel eines b\u00fcrgerlichen W\u00e4hlers bereits extreme Positionen einnehmen, genauso verlogen sind wie der Rest dieser Republik, wird stark desillusionierend wirken. Das ist so lange kein wirkliches Problem f\u00fcr Aktivisten, die an einem wirklichen Wandel arbeiten, wie wir nicht mit der Politik der AFD in einen Topf geworfen werden k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnten uns also einfach zur\u00fccklehnen, das Debakel, das sich nach dem Einzug der AFD anbahnen wird, am\u00fcsiert verfolgen und darauf warten, dass die AFD auch von ihren W\u00e4hlern als die Luftnummer wahrgenommen wird, die sie ist.<\/p>\n<p><strong>Aber halt, k\u00f6nnten wir das wirklich?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00f6nnten wir, aber nur, wenn wir den Abstand zu diesen Leuten bewahrt haben und nicht Teil der Trag\u00f6die geworden sind. Nur so lange k\u00f6nnen wir und unsere Positionen als aufrichtige und wahrhafte Alternative &#8211; auch nach dem Scheitern dieser Schein-&#8222;Alternative f\u00fcr Deutschland&#8220; &#8211; wahrgenommen werden und so die n\u00e4chste Station f\u00fcr diese Menschen sein. Diese gesunde und richtige Position haben gro\u00dfe Teil des Widerstandes in den letzten Monaten aber ernsthaft torpediert.<\/p>\n<p>Zur\u00fccklehnen k\u00f6nnen wir uns also nicht. Unsere Taktik muss anders sein. Aggressiver. Wir m\u00fcssen bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Chance nutzen zu zeigen wo das eigentliche Problem liegt, wo die AFD scheitern wird und unser Standpunkt im Gegensatz dazu ist. Umso schlimmer die Verh\u00e4ltnisse hier werden, umso mehr Menschen werden zu uns sto\u00dfen. Das Drama des deutschen Volkes fand seinen Anfang nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht in der reinen Unf\u00e4higkeit des deutschen Widerstandes, sondern in den stabilen Lebensverh\u00e4ltnissen, die ein Aufbegehren unattraktiv erscheinen lie\u00dfen und unser Volk so immer weiter in den Abgrund gezogen haben. Erst der Wegfall dieser Stabilit\u00e4t wird die Menschen wachr\u00fctteln. Wir d\u00fcrfen dabei nun nicht m\u00fcde werden, sondern m\u00fcssen daran Arbeiten ein Fundament zu schaffen mit dem wir die ohne Frage immer gr\u00f6\u00dfer werdende Schar der nach Orientierung suchenden Menschen in die richtige Richtung gewiesen bekommen.<\/p>\n<p>Praktisch bedeutet das, dass man die Umst\u00e4nde im Ganzen als auch im regionalen Bereich sachlich analysieren muss und daraus die richtige Richtung ableiten muss. F\u00fcr mich bedeutet das, dass wir ein weltanschauliches Fundament zusammentragen m\u00fcssen, das klar und unmissverst\u00e4ndlich zusammenfasst, was unseren Kampf ausmacht. Anhand dieses Fundaments, anhand unserer politischen &#8222;Kriegserkl\u00e4rung&#8220; an die herrschende Ordnung m\u00fcssen wir unsere Politik ausrichten. Nicht wechselhaft wie die Fahne im Wind st\u00e4ndig neue B\u00fcndnisse suchen, die keine gemeinsame weltanschauliche Basis haben, sondern durch unsere Arbeit endlich wahrnehmbar den Kader an deutschen M\u00e4nnern und Frauen herausbilden, der sich nicht selbst in diesem Treiben durch Taktiererei verliert.<\/p>\n<p>Machen wir uns nichts vor. Die Macht dieses Systems ist immer noch stark. Man kann uns jederzeit vor Gericht stellen und einsperren. Das geschieht in kleinerem Ma\u00df bereits und wird mit den n\u00e4chsten Jahren nur mehr werden. Der Weg, den wir daher einzuschlagen haben, orientiert sich klar an den Gegebenheiten und M\u00f6glichkeiten, die uns zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Die letzten Jahre, auch die Phase in der sich einige der besten K\u00f6pfe unserer Bewegung weit weg von Parteipolitik gehalten haben, hat uns gezeigt, dass wir uns auf dem Weg ins Herz des deutschen Menschen an den Mustern orientieren m\u00fcssen, die diesen Menschen vertraut sind. Wenn das im Moment noch Parteien und Wahlk\u00e4mpfe sind, dann sind das die Werkzeuge, die wir nutzen m\u00fcssen, um die Gemeinschaften zu formen aus denen gr\u00f6\u00dferes entstehen kann. Nur eins muss dabei immer klar bleiben. Dort wo wir die Werkzeuge und B\u00fchnen dieser Republik nutzen, tun wir dies mit einem klaren Ziel. Wir sind nicht angetreten um Kompromisse mit den Totengr\u00e4bern unseres Volkes zu schlie\u00dfen. Dort wo wir mit unserem weltanschaulichen Fundament im Herzen antreten, uns zeigen und Einfluss gewinnen, sind wir stets Feinde der hier herrschenden Ordnung! Wahlen sind f\u00fcr uns kein seligmachender Weg zur Ver\u00e4nderung, sondern eine reine B\u00fchne um Menschen aufzuzeigen, dass es noch Deutsche gibt, die an Alternativen glauben und daf\u00fcr opfern und k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Das wird nat\u00fcrlich auch zu Verboten und Repression f\u00fchren, aber auch das ist nur ein Auswahlprozess. Wer keine emotionale Bindung zu seinem Werkzeug aufbaut, sondern stets das reine Ziel im Auge beh\u00e4lt, wird sich auch nicht aufhalten lassen, wenn das Werkzeug gestohlen oder zerbrochen wird, sondern mit einem neuen Werkzeug weiterarbeiten.<\/p>\n<p>Menschen, die im Sturm zusammengehalten haben, werden immer Mittel und Wege finden sich gemeinsam wahrnehmbar zu positionieren. Der Schulterschluss zwischen den Taktgebern des Widerstandes wird, wenn man sich \u00fcber das Fundament im Klaren ist, nicht an Parteigrenzen halt machen. Denn der Schluss, dass die Arbeit in Parteien immer in einem gegeneinander enden muss, klingt zwar logisch, ist auf uns aber nicht anwendbar. Darf auf uns gar nicht anwendbar sein!<\/p>\n<p>Unter der Voraussetzung eines klaren gemeinschaftlichen weltanschaulichen Fundaments sind unterschiedliche Parteien und Gruppen trotzdem Teil der gleichen Str\u00f6mung, der gleichen Bewegung. Die leider notwendige Zersplitterung ist f\u00fcr uns heute noch eine organisatorische Notwendigkeit. Solange uns die Sammlung in einer einzigen Organisation nicht m\u00f6glich sein wird, m\u00fcssen wir wie ein Hydra agieren. Widerstandsgruppen aufbauen und durch die Arbeit an wichtigen Themen \u00fcber Organisationsgrenzen hinaus das Vertrauen untereinander &#8211; auch \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Distanzen hinweg &#8211; aufbauen.<\/p>\n<p>Im Moment scheint es abwegig, dass wir irgendwann dieses System von innen heraus \u00fcbernehmen und ersetzen k\u00f6nnten, daf\u00fcr sind die Strukturen noch zu stark und agil. Jeder Schritt ins System, der nicht von einer konsequenten Feindschaft gepr\u00e4gt ist, wird sich daher gegen uns richten, denn mit diesem System ist es wie mit dem sprichw\u00f6rtlichen Teufel. Der Teufel \u00e4ndert sich auch nicht, wenn man sich mit ihm einl\u00e4sst, der Teufel ver\u00e4ndert in dem Fall uns!<\/p>\n<p>Es liegt bei uns, ob wir in der Zukunft Widerstandsgruppen und klare Standpunkte schaffen k\u00f6nnen, die nicht nur wie Leuchtt\u00fcrme in Deutschland wirken, sondern so gut und zahlreich sind, dass aus ihnen eines Tages eine bundesweite Struktur geformt werden kann. Eine Struktur in der auch die nach Alternativen Suchenden ihren Platz finden k\u00f6nnen. Das ist unsere Aufgabe. Unsere Aufgabe \u00fcber Organisationsgrenzen hinweg. Unsere Aufgabe als deutsche Freiheitsk\u00e4mpfer!<\/p>\n<p>Die &#8222;Durchbruchsschlachten&#8220; im Raster dieser Republik sollten tunlichst andere schlagen und propagieren. Wir haben an uns zu arbeiten und dabei die sich bietenden Gelegenheiten den wirklichen Feind anzugehen aufzugreifen statt nur gegen Symptome zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Aus der Liebe zur Wahrheit und zu unserem Volk ergibt sich die Feindschaft zu diesem System! Das muss unser Leitsatz sein. Wer das nicht unterschreiben kann, hat seine Seite bereits gew\u00e4hlt!<\/p>\n<p>TL; DR &#8211; Wer die Wahl der AFD propagiert ist entweder naiv oder dumm. Fangt endlich an zu denken!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundestagswahl steht vor der T\u00fcr und damit der gro\u00dfe Schaulauf der Verwalter dieser Republik. 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